Pressemitteilung
BÜNDNIS DEUTSCHLAND – Landesverband Bayern
BÜNDNIS DEUTSCHLAND Bayern stellt klar: Aufarbeitung statt Schweigen – offene Fragen zu mRNA und Herzgesundheit
Feucht, 7. Januar 2026 – Es gibt Fragen, die man in einer offenen Gesellschaft nicht einfach beiseiteschieben darf. Bereits vor über einem Jahr wurde im medizinischen Fachjournal The Lancet über Hinweise berichtet, dass Myokarditiden nach modRNA-Impfungen bei jungen Menschen nicht in jedem Fall folgenlos ausheilen. Diskutiert werden mögliche strukturelle Veränderungen am Herzmuskel sowie Risiken, die sich erst mit zeitlichem Abstand zeigen könnten.
Der tragische Tod des jungen norwegischen Sportlers Sivert Guttorm Bakken am 23. Dezember 2025 wirft vor diesem Hintergrund erneut eine zentrale medizinische Fragestellung auf:
Was, wenn zwischen einer überstandenen Myokarditis und einem plötzlichen Herztod ein erheblicher zeitlicher Abstand liegt?
Beunruhigend ist dabei nicht ein einzelner Fall.
Beunruhigend ist, dass diese Möglichkeit bislang kaum offen, systematisch und öffentlich aufgearbeitet wurde.
Transparenz statt moralischem Druck
Birgit Ruder, Landesvorsitzende von BÜNDNIS DEUTSCHLAND Bayern und gesundheitspolitische Sprecherin, erklärt:
„Gesundheitspolitik darf nicht auf Druck, moralischem Zwang oder Schweigen beruhen. Sie muss auf Transparenz, freiwilliger Entscheidung und ehrlicher wissenschaftlicher Aufarbeitung basieren. Nur so kann Vertrauen erhalten oder wiederhergestellt werden.“
Viele junge Menschen standen im Jahr 2021 unter erheblichem gesellschaftlichem und medialem Druck. Auch Leistungssportler waren davon betroffen. Der damalige Bayern-Spieler Joshua Kimmich äußerte öffentlich gesundheitliche Bedenken – nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Sorge um seine eigene Gesundheit. Am Ende folgte er dem öffentlichen Erwartungsdruck.
Nicht, weil eine akute Erkrankung vorlag.
Nicht, weil ein individuelles Hochrisiko bestand.
Sondern weil Anpassung erwartet wurde.
Was jetzt notwendig ist
Was heute gebraucht wird, ist weder Schweigen noch Moralisierung.
Notwendig sind:
- eine ehrliche wissenschaftliche Aufarbeitung möglicher Langzeitfolgen,
- systematische Langzeitbeobachtungen, insbesondere bei jungen Menschen,
- transparente Kommunikation über bekannte Risiken, Unsicherheiten und offene Fragen.
Gesundheitspolitik lebt von Vertrauen.
Und Vertrauen entsteht nur dort, wo Fragen erlaubt sind.
Birgit Ruder
Landesvorsitzende
birgit.ruder@buendnis-bayern.de
www.buendnis-bayern.de