Pressemitteilung
BÜNDNIS DEUTSCHLAND – Landesverband Bayern
BÜNDNIS DEUTSCHLAND Bayern stellt klar: Mehrwertsteuer auf Speisen gesenkt. Entlastung ja – aber nachhaltig und wirksam
Feucht, 11. Januar 2026 – Zum 1. Januar 2026 wurde die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie dauerhaft auf 7 Prozent gesenkt. Diese Entscheidung ist grundsätzlich richtig. Die Gastronomie gehört zu den am stärksten belasteten Branchen der vergangenen Jahre und benötigt dringend Entlastung.
Steuersenkungen allein reichen nicht aus
So wichtig diese Maßnahme ist: Steuersenkungen allein stabilisieren keine Betriebe dauerhaft. Die wirtschaftlichen Probleme der Gastronomie liegen tiefer und sind struktureller Natur.
Die eigentlichen Belastungen entstehen an anderer Stelle
Explodierende Energiepreise, steigende Lohnnebenkosten, hohe Sozialabgaben und eine stetig wachsende Bürokratie haben die Kostenstrukturen massiv verschoben. Viele Betriebe kämpfen heute nicht um Gewinnmargen, sondern um ihre wirtschaftliche Existenz.
Warum Entlastungen beim Gast oft nicht ankommen
Vor diesem Hintergrund ist auch die Debatte zu bewerten, ob und in welchem Umfang steuerliche Entlastungen an die Gäste weitergegeben werden können. Bleiben Preissenkungen aus, liegt das in vielen Fällen nicht an mangelnder Bereitschaft der Wirte, sondern an politischen Rahmenbedingungen, die Entlastungen an anderer Stelle wieder aufzehren.
Was es wirklich braucht
Wer möchte, dass steuerliche Maßnahmen nachhaltig wirken, muss die Ursachen angehen:
- eine sichere und bezahlbare Energieversorgung,
- eine spürbare Senkung der Abgaben auf Arbeit,
- den konsequenten Abbau bürokratischer Hürden,
- verlässliche und planbare wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen.
Soziale Marktwirtschaft statt Symbolpolitik
BÜNDNIS DEUTSCHLAND Bayern steht für eine Politik der sozialen Marktwirtschaft:
So viel Staat wie nötig – so wenig wie möglich.
Steuersenkungen sind sinnvoll. Sie bleiben jedoch wirkungslos, wenn der Staat sich die Entlastung an anderer Stelle wieder zurückholt.
Eine starke Gastronomie braucht keine Symbolpolitik, sondern echte wirtschaftliche Freiheit – zum Nutzen der Betriebe, der Beschäftigten und der Gäste.
Birgit Ruder
Landesvorsitzende
birgit.ruder@buendnis-bayern.de
www.buendnis-bayern.de