Pressemitteilung
BÜNDNIS DEUTSCHLAND – Landesverband Bayern
Das Scheitern von Ÿnsect wirft grundsätzliche Fragen zur Ernährungspolitik auf
Feucht, 15. Februar 2026 – Das französische Insektenzucht-Unternehmen Ÿnsect, jahrelang als Vorzeigeprojekt für „nachhaltige Proteinproduktion“ beworben, ist offiziell liquidiert worden. Ein französisches Handelsgericht ordnete die Abwicklung an, nachdem trotz Investitionen von über 600 Millionen US-Dollar kein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell erreicht werden konnte.
Branchenmedien berichten übereinstimmend, dass hohe Energie- und Betriebskosten, komplexe industrielle Prozesse sowie fehlende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber etablierten Proteinquellen maßgeblich zum Scheitern beigetragen haben.
Ein Weckruf für die Ernährungspolitik
Für Birgit Ruder, Landesvorsitzende von BÜNDNIS DEUTSCHLAND Bayern, ist dieser Fall ein deutliches Signal:
„Das Scheitern von Ÿnsect zeigt, dass hochindustrialisierte Ernährungsexperimente weder ökonomisch noch gesundheitlich überzeugen. Nachhaltige und gesunde Ernährung entsteht nicht in Betonhallen, sondern regional, saisonal und nachvollziehbar.“
Gesundheit lässt sich nicht industrialisieren
Insektenprotein wurde politisch als Lösung für Klima-, Ernährungs- und Gesundheitsfragen beworben. Tatsächlich handelt es sich um stark verarbeitete Industrieprodukte, die in direkter Konkurrenz zu bewährten regionalen Lebensmitteln stehen.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht gilt: Je kürzer und transparenter die Verarbeitungskette, desto besser sind Qualität und Nachvollziehbarkeit. Frische, saisonale und regional erzeugte Lebensmittel haben sich über Generationen hinweg bewährt – ökologisch wie gesundheitlich.
Nachhaltigkeit beginnt vor Ort
Der Zusammenbruch eines der größten europäischen Insekten-Startups verdeutlicht, dass Nachhaltigkeit nicht durch Subventionen oder politische Leitbilder entsteht, sondern durch funktionierende regionale Wirtschaftskreisläufe:
- regionale Landwirtschaft,
- saisonale Erzeugung,
- handwerkliche Verarbeitung,
- kurze Transportwege.
Diese Strukturen stärken zugleich Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und Eigenverantwortung der Bürger.
Fazit
Das Ende von Ÿnsect ist kein Einzelfall, sondern ein Signal.
Die Gesundheits- und Ernährungspolitik der Zukunft braucht Realismus statt Experimente.
Gesund heißt: regional.
Nachhaltig heißt: saisonal.
Zukunftsfähig heißt: bodenständig.
Birgit Ruder
Landesvorsitzende
birgit.ruder@buendnis-bayern.de
www.buendnis-bayern.de