Pressemitteilung
BÜNDNIS DEUTSCHLAND – Landesverband Bayern
„Deutschland-Korb“ der SPD
Feucht, 22. Januar 2026 – Der sogenannte „Deutschland-Korb“ ist kein soziales Entlastungsprogramm, sondern ein Einstieg in staatliche Preislenkung. Er bekämpft nicht die Ursachen hoher Lebensmittelpreise, sondern verschiebt die Last auf diejenigen, die unsere Ernährung sichern: Landwirte, Verarbeiter und das Lebensmittelhandwerk.
Gerade für Bayern wäre ein solcher Weg fatal.
Bayerische Landwirtschaft unter massivem Druck
Die bayerische Landwirtschaft ist überwiegend familiengeführt, regional verwurzelt und qualitätsorientiert. Diese Betriebe stehen bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck durch:
- hohe Energiepreise,
- stark gestiegene Betriebskosten,
- Bürokratie, Dokumentationspflichten und Auflagen,
- immer neue Umwelt- und EU-Vorgaben.
Wer in dieser Situation politisch gewünschte Billigsortimente fordert, trifft nicht internationale Konzerne, sondern direkt unsere bäuerlichen Betriebe vor Ort.
Der Markt wirkt bereits
Der Markt zeigt längst Wirkung – ohne staatliche Preisvorgaben:
Butter zu Preisen unter einem Euro, Milch teilweise unter einem Euro pro Liter, Kartoffeln für 1,99 Euro im Fünf-Kilo-Sack. Diese Entwicklungen sind Ergebnis von Wettbewerb, Eigenmarken und Preisdruck im Handel – nicht von politischer Steuerung.
Ein staatlich gelenkter „Billigkorb“ würde diese Marktmechanismen verzerren.
Die Folgen staatlicher Preislenkung
Ein politisch festgelegter „Deutschland-Korb“ bedeutet in der Praxis:
- zusätzlichen Preisdruck auf bayerische Landwirte,
- die Aufgabe kleiner und mittlerer Höfe,
- eine Verlagerung hin zu industrieller Massenproduktion,
- weniger Regionalität, weniger Qualität und weniger Vielfalt.
Am Ende stehen Agrarfabriken statt Familienbetriebe, Industriebrot statt Handwerksbäcker und standardisierte Ware statt bayerischer Esskultur.
Unsere Position
BÜNDNIS DEUTSCHLAND Bayern steht klar an der Seite unserer Bauern und des regionalen Handwerks. Wir fordern:
- Kosten senken statt Preise festlegen,
- Bürokratie abbauen statt neue Programme erfinden,
- Energie bezahlbar machen statt Landwirtschaft zu verteuern,
- Regionalität stärken statt sie kaputtzuregulieren,
- Verbraucher entscheiden lassen statt sie zu bevormunden.
Wer die bayerische Landwirtschaft erhalten will, muss ihr Luft zum Atmen geben – nicht sie mit politischen Körbchen erdrosseln.
Der „Deutschland-Korb“ schützt keine Verbraucher.
Er gefährdet unsere Bauern, unser Handwerk und unsere bayerische Esskultur.
Birgit Ruder
Landesvorsitzende
birgit.ruder@buendnis-bayern.de
www.buendnis-bayern.de