Pressemitteilung
BÜNDNIS DEUTSCHLAND – Landesverband Bayern
BÜNDNIS DEUTSCHLAND Bayern: Fragen an Birgit Ruder, Bürgermeisterkandidatin – Liste AfD / BÜNDNIS DEUTSCHLAND
Feucht, 21. Januar 2026.
1. Welche Bedeutung haben der TSV und die Feuchter Sportvereine für den Markt Feucht?
Der TSV Feucht und die anderen Sportvereine gehören für mich untrennbar zum Markt Feucht.
Sie halten unseren Ort lebendig, sorgen für Bewegung, Begegnung und Zusammenhalt.
Was Ehrenamtliche hier leisten, kann die Gemeinde nicht ersetzen – aber sie kann und muss diese Arbeit respektieren, wertschätzen und aktiv stärken.
2. Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem TSV Feucht vor?
Partnerschaftlich, verlässlich und auf Augenhöhe:
- fester Ansprechpartner im Rathaus für Vereine
- regelmäßiger Austausch, ein- bis zweimal pro Halbjahr
- frühe Einbindung der Vereine bei relevanten Planungen
- Unterstützung bei Förderanträgen und Bürokratie
Zusammenarbeit heißt für mich: zuhören, mitdenken, mitarbeiten – nicht bevormunden.
3. Zu wenig Hallenzeiten im Winter – wie ist Ihre Haltung?
Das Problem wird insbesondere im Jugend- und Breitensport so wahrgenommen.
Gleichzeitig muss man die Entwicklung ehrlich betrachten.
Früher gab es im Wesentlichen nur die Wilhelm-Baum-Halle.
Heute stehen mehrere Hallen zur Verfügung:
- kleine Turnhalle der Realschule
- Wilhelm-Baum-Halle (grundlegend saniert)
- Zeidler-Sporthalle mit zusätzlichem Gymnastikraum
- TSV-Sporthalle
- Bürgerhalle Moosbach (u. a. Gymnastik, Tischtennis, Taek-Won-Do, Bogenschießen)
Kurzfristig halte ich für sinnvoll:
- transparente und für alle einsehbare Belegungspläne
- Prüfung, ob Hallenzeiten blockiert, aber nicht genutzt werden
- bessere Abstimmung zwischen Schulen und Vereinen
Langfristig gilt:
- ehrlich prüfen, ob die vorhandenen Kapazitäten sinnvoll ausgelastet sind
- erst wenn das nicht ausreicht, darf über Erweiterungen gesprochen werden
- sauber gerechnet, ohne Wunschdenken
4. Bleiben Zuschüsse und vergünstigte Hallenmieten erhalten?
Diese Leistungen sind für die Jugendarbeit unverzichtbar.
Ich sage aber auch ehrlich: Man kann nichts pauschal „für immer“ garantieren, ohne den Haushalt zu kennen.
Meine Linie ist klar:
- Sportförderung hat hohe Priorität
- Kürzungen nur als letztes Mittel
- zuerst an anderen Stellen sparen, bevor Ehrenamt und Jugend betroffen sind
- Entscheidungen transparent und nachvollziehbar begründen
5. Unterstützen Sie den Bau einer neuen Sporthalle?
Angesichts der vorhandenen Hallen halte ich einen weiteren Neubau in der aktuellen finanziellen Lage der Marktgemeinde nicht für realistisch.
Meine Haltung:
- kein Wahlkampfversprechen auf Pump
- zuerst prüfen, ob bestehende Kapazitäten sinnvoll genutzt werden
- Neubau nur bei klar belegtem Bedarf
- Kosten, Förderung und Folgekosten müssen ehrlich dargestellt sein
- nur bauen, wenn es dauerhaft tragbar ist – für Haushalt, Vereine und Bürger
6. „Sport-Milliarde“ – Förderung für die TSV-Halle: Ihre Position?
Ja. Ich habe mich bereits im Marktgemeinderat dafür ausgesprochen, diese Förderchance ernsthaft zu prüfen.
Konkret heißt das:
- Förderbedingungen genau analysieren
- gemeinsam mit dem TSV ein tragfähiges Sanierungskonzept erarbeiten
- Kosten, Eigenanteil und Folgekosten ehrlich berechnen
- Antrag stellen, wenn die Erfolgsaussichten realistisch sind
Eine Unterstützung kann aus meiner Sicht nur im Rahmen der allgemeinen Vereinsförderung erfolgen – so, wie sie auch für andere Vereine gilt.
Ich werde alles daransetzen, dass solche Förderchancen nicht verschlafen werden.
Aber ich verspreche nichts, was am Ende Gemeinde oder Verein überfordert.
Birgit Ruder
Landesvorsitzende
birgit.ruder@buendnis-bayern.de
www.buendnis-bayern.de