PRESSEMITTEILUNG
BÜNDNIS DEUTSCHLAND – Landesverband Bayern
Freiheit braucht mündige Bürger – nicht betreute Zustimmung
Feucht, 17. Mai 2026 – Der Schriftsteller Heinrich Mann beschrieb in seinem Roman Der Untertan einen Menschen, der sich Autoritäten anpasst – nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst, Bequemlichkeit und dem Wunsch dazuzugehören.
Der Untertan kniete vor der Macht.
Heute zeigt sich Anpassung oft in anderer Form.
Der moderne Untertan kniet nicht mehr – er nickt.
Er übernimmt vorgegebene Haltungen, vermeidet Widerspruch und ordnet sich einem gesellschaftlichen Konsens unter, ohne ihn kritisch zu hinterfragen. Nicht selten geschieht dies aus Angst vor Ausgrenzung oder moralischer Verurteilung.
Demokratie lebt vom freien Denken
Gerade darin liegt eine Gefahr für eine freiheitliche Demokratie. Demokratie lebt nicht von betreuter Zustimmung, sondern vom mündigen Bürger. Sie braucht Menschen, die selbst denken, Verantwortung übernehmen und unterschiedliche Meinungen aushalten können.
Immer häufiger entsteht jedoch der Eindruck, dass Bürger nicht mehr überzeugt, sondern pädagogisch gelenkt werden sollen – im Namen von Moral, Sicherheit oder vermeintlich alternativlosem Fortschritt. Kritik wird vorschnell problematisiert, statt sich sachlich mit ihr auseinanderzusetzen.
Freiheit statt Gesinnungsdruck
BÜNDNIS DEUTSCHLAND steht für eine freiheitliche Bürgergesellschaft im Sinne von Ludwig Erhard:
- Eigenverantwortung statt Bevormundung,
- offene Debatte statt Gesinnungsdruck,
- Pluralismus statt moralischer Gleichschaltung.
Eine Demokratie muss Widerspruch aushalten können.
Nicht der kritisch denkende Bürger gefährdet die Demokratie –
sondern eine Gesellschaft, in der immer mehr Menschen nur noch nicken.
Fazit
Der mündige Bürger ist keine Gefahr für die Freiheit.
Er ist ihre Voraussetzung.
Pressekontakt:
Birgit Ruder
Landesvorsitzende Bayern
E-Mail: birgit.ruder@buendnis-bayern.de
Web: www.buendnis-bayern.de